Südtiroler Spezialitäten

Italienische Küche bedeutet in Deutschland vor allem eins: Pizza und Pasta! Das ist auch nicht verwerflich, weil Pizza und Pasta eigentlich immer gehen, oder? Was man allerdings oft vergisst, ist, dass Italien sich von den Alpen bis zum Mittelmeer erstreckt. Das bedeutet: es gibt noch viel mehr italienisches Essen zu entdecken. Um euch die Entdeckungstour ein wenig zu erleichtern, haben wir uns hier Südtirol und die Küche der norditalienischen Region vorgenommen. Wir präsentieren euch die TOP 5 der Südtiroler Spezialitäten, die ihr auch zu Hause nachkochen könnt.

Bild von Ann-Christin Dimon

Ein Artikel von Ann-Christin

Wenn Werkstudentin Ann-Christin nicht grade über Gott und die Welt schwadroniert, berichtet sie am liebsten über ihre persönlichen Erlebnisse auf der italienischen Halbinsel. Ihr Schreibstil: Dadaistischer Nonsens gepaart mit einer großen Portion Amore.

Rösti trentino – Hüttengaudi für zuhause

Unsere erste Südtiroler Spezialität trägt den wunderschönen Namen „Rösti trentino“, also Rösti aus der Südtiroler Provinz Trient. Das Beste an diesem Rösti: die super kurze Zutatenliste. Ihr braucht lediglich gute Kartoffeln, Zwiebeln, ganz viel Speck, am besten Südtiroler Speck, und Butter. Mit etwas Muskelkraft und ein klein wenig Fingerspitzengefühl, habt ihr im Handumdrehen einen goldbraunen Rösti auf dem Teller – außen kross, innen saftig. Für das Hüttenfeeling müsst ihr also nicht mal die Wohnung verlassen.

Krautsalat mit Speck – ein bisschen Spaß muss sein

Zugegeben, Salat ist nicht das Erste, woran man bei mega-super-duper-geilem Essen denkt. Vermutlich trifft oft sogar genau das Gegenteil zu. Unsere zweite Südtiroler Spezialität beweist aber wirklich jedem Salatmuffel, dass Salat auch Spaß machen kann. Dieser Krautsalat mit Speck vereint die gesunden Eigenschaften des frischen und knackigen Weißkohls mit saftigem und knusprigem Speck. Dazu kredenzen wir ein leichtes Essig-Öl-Dressing und Kümmelsamen. Balance ist wichtig und die bekommt ihr mit diesem Salat definitiv – ohne dass es langweilig wird.

Strudel di mele – Apfelstrudel auf italienisch

Okay, ihr denkt euch jetzt: „Apfelstrudel?! Also jetzt gehen die echt zu weit. Der kommt schließlich aus Österreich.“ Aber unsere dritte Südtiroler Spezialität ist nicht nur in Österreich ein echter Dauerbrenner, sondern auch in Südtirol (und Italien allgemein): der Strudel di mele ist der italienische Bruder des klassischen Apfelstrudels. Der Unterschied liegt vor allem in der Füllung: im italienischen Apfelstrudel findet ihr nämlich reichlich crunchy Pinienkerne, etwas Semmelbrösel und natürlich, frische Äpfel. Schlagt zu und serviert den noch warmen Apfelstrudel mit einer großen Kugel Vanilleeis, cremiger Vanillesauce oder einem gutgemeinten Klecks Sahne. ​

Südtiroler Käseknödel – die cheesy Geschmacksbombe

Unsere vierte Südtiroler Spezialität ist eine Geschmacksexplosion – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei diesem Knödel-Rezept handelt es sich nicht um gewöhnliche Knödel, sondern um Südtiroler Käseknödel. Die Brotmasse wird dabei mit viiiiel Käse, in unserem Fall Tilsiter, und etwas Schnittlauch gepimpt. Aber jetzt kommt der Oberhammer: Die Knödel werden zusätzlich noch mit Käse gefüllt! Im Inneren jedes einzelnen Bömbchens befindet sich nämlich etwas Gorgonzola, der beim Anschneiden ganz foodpornös-like aus den Knödeln fließt … Leider geil! Um die cheesy-goodness wieder auszugleichen, serviert ihr die Käseknödel einfach mit knackigem Wirsing. Herrlich!

Ragù vom Wildschwein mit Polenta – der feine Schmaus im Haus

Unsere fünfte und letzte Südtiroler Spezialität ist eine echte Augenweide und schmeckt mindestens genauso gut. Dieses Ragù vom Wildschwein mit cremiger Polenta ist eine absolute Gaumenfreude. Durch die feinabgestimmten Aromen aus Rosinen und Oliven in der Sauce, werden hundertprozentig Freudensprünge ausgelöst. Die Polenta untermalt diese Geschmackssinfonie mit ihrer weichen und zarten Textur und ist so der beste Freund des zarten Wildschweinfleischs. H-I-M-M-L-I-S-C-H!